20.04: Zeitreise ins Mittelalter

Valdeviejas – Rabanal del Camino ~18 km

Mein Tag beginnt um 7:15 Uhr. Alleine geht es bis nach Murias de Rechivaldo wo ich in der ersten Bar stoppe um zu frühstücken. Ich treffe auf 3 Spanier mit denen ich mich ein wenig unterhalte. 2 von ihnen sind heute morgen in Astorga gestartet. Hinter mir geht die Tür auf. Jolana und Christin kommen rein und setzen sich zu uns.
Nach dem Frühstück will ich mich verabschieden, da ich einen kleinen Umweg über Castrillo de Polvazares machen möchte. Ein mittelalterliches Dorf, das im Reiseführer als besonders sehenswert erwähnt wird.
Christin und Jolana entscheiden sich auch für den Abstecher, so gehen wir die Route zu dritt und werden nicht enttäuscht.

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Der Ort ist den Abstecher von der Hauptroute definitiv wert und im Ortskern taucht man ins 18. Jahrhundert ein. Auf dem Weg zurück Richtung Hauptroute führe ich meinen Weg alleine fort und komme wenig später nach Santa Catalina de Samoza .

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Die Kulissen der Ortschaften werden nun von Dorf zu Dorf beeindruckender. In El Ganso könnte ohne weiteres ein mexikanischer Westernstreifen gedreht werden.

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Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon ein Pferdegespann mit Kutsche und Sheriff um die Ecke kommen. Um so weiter man den Weg in die Montes de León antritt, um so mehr verlassene und/oder Jahrhunderte alte Bauwerke sieht man. Ein Resultat der Landflucht, die auch an Spanien nicht vorbei geht. Aber die Mischung aus Belebt und Verlassen gibt dieser Region seinen einzigartigen Charme.

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Was wird mich wohl erst in Rabanal und Foncebadón erwarten, wenn es bereits hier so beeindruckend ist?

Es geht weiter entlang der Hauptstraße, größtenteils jedoch einige Meter daneben über einen steinigen Trampelpfad.

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Kurz vor Rabanal del Camino mache ich eine ausgedehnte Rast. Als ich weiterlaufe meldet sich meine linke Wade.

Ich beschließe heute in Rabanal zu übernachten. Der Ort wirkt auf den ersten Eindruck sehr ruhig. Alles ist hier auf die Pilger ausgelegt. Viele Herbergen, Supermarkt, Cafés, Pizzeria…

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Und wieder dieser Eindruck, in einer anderen Zeit zu sein. Der Ort hat sehr viele Herbergen. Ich entscheide mich für eine Albergue direkt im Zentrum und werde nicht enttäuscht. Ein englisches Paar sind hier die Hospitaleros und super nett. In Rabanal ist auch ein Mönchskloster. Am Abend um 19 Uhr halten sie ihre Andacht in der Kirche am Ort mit gregorianischen Gesängen (wenn ich das richtig verstanden habe). Und Pilger dürfen dem beiwohnen. Das darf ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

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Vorher aber noch das übliche: Duschen, Wäsche waschen und heute zur Belohnung für den steinigen Weg mal ein Bier und Pizza.
Und Hennes ist auch dabei.

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Heutiges Budget:
2 Flaschen Wasser 1 €
Café und Baguette 5,50 €
Nüsse / Schokolade 4,50 €
Café con Leche 1,30 €
Hut 4 €
Großes Bier 3 €
Kleines Bier. 2 €
Pizza 6 €
Übernachtung (Spende) 7 €
Gesamt 34,30 €

Weissheit des Tages: Carpe Diem!

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Ein Kommentar zu “20.04: Zeitreise ins Mittelalter

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